Von 1873 bis heute

1873
1906 bis 1926
1952
1965
1973
1994
1997
2004
2011
2014

Wurzeln in der Kranken- und Altenpflege

Unsere Wurzeln und Erfahrungen in der Kranken- und Altenpflege in Esslingen reichen fast ein Jahrhundert zurück. Bereits 1952 wurde als Vorläufer der Hauspflegeverein gegründet, dessen Hauptaufgabe die Betreuung von jungen Müttern war. 1965 kam dann das Essen auf Rädern hinzu. „Mit Henkelmann und Essgeschirr haben wir alles selbst ausgefahren“, erzählt Lore Hirrlinger, Mitbegründerin, viele Jahre lang Vorstandsvorsitzende und heute Ehrenvorsitzende der Sozialstation Esslingen e.V.

Neugestaltung des Pflegesystems

Nach der Landtagswahl 1972 entschloss sich das Land Baden-Württemberg, dem Vorbild Rheinland-Pfalz zu folgen und das System der häuslichen Pflege und Betreuung neu zu gestalten. Im Nachbarland stand damals bereits die erste Sozialstation der Republik in Worms, gegründet am 1. Oktober 1970 und tatkräftig unterstützt vom damaligen Sozialminister von Rheinland-Pfalz, Heiner Geißler. Die damalige baden-württembergische Sozialministerin Annemarie Griesinger schuf daraufhin für die vielen Frauen, die oft Jahre ihre kranken Angehörigen pflegten, ein flächendeckendes Hilfenetz. So bekam Esslingen als dritte Stadt in Baden-Württemberg die Genehmigung für eine Sozialstation.

Gründung der Sozialstation Esslingen als Verein

Gegründet wurde der Verein 1973 als „Sozialstation Esslingen e.V.“ im Rahmen dieser Projektförderung des Landes Baden-Württemberg. Sogleich bot man häusliche Pflege in zwei Stadtteilen an, den Rest übernahmen die acht bestehenden Krankenpflegevereine. Esslingen ist die dritte Stadt in Baden-Württemberg mit der Genehmigung einer Sozialstation. Doch zur Anerkennung als förderwürdige Einrichtung wurden darüber hinaus zusätzlich Mobile Soziale Dienste, Nachbarschaftshilfe sowie Haus- und Familienpflege im ganzen Stadtgebiet angeboten.

Aufnahme der Krankenpflegevereine

1997 hat die Sozialstation schließlich sieben der acht örtlichen Krankenpflegevereine in die Trägerschaft aufgenommen und sich in „Diakonie- und Sozialstation Esslingen e.V.“ („DuSE“) umbenannt. Dabei übernahm die Sozialstation alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die beweglichen Güter der Krankenpflegevereine und die verantwortungsvolle Aufgabe, die ambulante Pflege in ganz Esslingen zu gewährleisten. Die Krankenpflegevereine sind in diesem Prozess in die Trägerschaft der DuSE eingetreten und übernehmen zukünftig vor allem gemeindenahe Besuchsdienste auf ehrenamtlicher Basis.

Neue Bedingungen für die Verwendung „Diakonie“ als Marke

Eine Satzungsänderung des Landesverbands für Diakonie-Sozialstationen in Württemberg e.V. führte neue Bedingungen ein, um den Namen „Diakonie“ tragen zu dürfen, unter anderem die Anwendung kirchlichen Arbeitsrechts. Als – wie es im Leitbild verankert ist – ausdrücklich überkonfessionelle gemeinnützige Einrichtung haben die Mitglieder des Vereins mit Blick auf die 250 Mitarbeitenden entschieden, dass eine Namensänderung erfolgen soll. Auf Grund dessen ändert die DuSE ihren Namen und heißt wieder „Sozialstation Esslingen e.V.“ Mit Blick auf die 250 Beschäftigten der DuSE wählten die Trägermitglieder – darunter die Stadt Esslingen, evangelische Krankenpflegevereine und die evangelische Kirchengemeinde Esslingen – diesen Weg und verzichteten auf den Namenszusatz „Diakonie“, zumal sich außer dem Namen nichts änderte und die Arbeit der neuen „DuSE“ weiterhin auf der Grundlage christlicher Nächstenliebe basiert. Dies ist auch in der Satzung und im Leitbild festgeschrieben.

Umfangreiche ambulante Dienstleistungen

Die Sozialstation ist Vertragspartner aller Kassen. Unser umfangreiches und alle zentralen Bereiche der ambulanten Dienstleistungen abdeckendes Leistungsspektrum umfasst die ambulante Kranken- und Altenpflege, den im Jahr 2004 neu hinzugenommenen Hausnotruf/Mobilnotruf, den bereits 1994 gegründeten und überregional etablierten Menüdienst Esslingen (Essen auf Rädern), die Hauswirtschaftliche Versorgung, die Familien-Haushalts-Hilfe sowie die 24-Stunden-Betreuung, den Gesprächskreis für Pflegende Angehörige und weitere Angebote für Angehörige sowie das Kompetenzzentrum für Beratung, Pflege und Soziales.